gruppenbing – eine neue Moderationsmethode zur Entwicklung gemeinsamer Strategien und Lösungen in großen Gruppen


Alexander Tornow

Alexander Tornow

Verteiltes Wissen nutzbar machen, Ideen generieren, Aufbruchstimmung schaffen – Gruppenmoderationen haben das Ziel, die Perspektiven möglichst vieler Menschen zusammenzuführen. Ich möchte in diesem Artikel unser neues Verfahren vorstellen: gruppenbing

Zuerst der kurze Überblick

DIE IDEE

Die Gruppenmoderation will das verteilte Wissen einer Organisation mit der Effizienz kleiner Teams erschließen. Dazu werden verschiedene Themen in wechselnden Kleingruppen besprochen, sodass jeder der bis zu 42 Teilnehmer mit jedem Kontakt hat. Anders als etwa im World Café treffen dieselben Gruppen aber wiederholt zusammen, um konkrete Lösungen zu erarbeiten.

DIE ZIELGRUPPE

Die Methode kommt in Organisationen zum Einsatz, die sehr komplexe Aufgaben bewältigen wollen und dafür das Wissen und die Beteiligung vieler Entscheider und Experten benötigen. Anwendungsfelder sind zum Beispiel Change-Prozesse, Strategieplanungen oder Krisenbewältigung.

DAS VERFAHREN

Ein Gruppenbing dauert drei Tage. An jedem Tag werden insgesamt zwölf Themen jeweils eine Stunde lang besprochen. Am ersten Tag wird der Ist-Zustand definiert, am zweiten der Idealzustand formuliert, im dritten Durchlauf werden Maßnahmen festgelegt. Die Teilnehmer nehmen dabei genau definierte Rollen ein:

  • als Themenmacher, die das Thema in kleinem Kreis besprechen
  • als Kritiker, die zu definierten Zeitpunkten Input geben
  • als Überbringer, die nur zuhören und die Ergebnisse in andere Sessions mitnehmen.

Jeder Teilnehmer nimmt in den drei Durchläufen zu demselben Thema jeweils dieselbe Rolle ein. Aus anderen Themensessions, in der er andere Rollen erfüllt hat, bringt jeder unterschiedliche Erfahrungen mit, sodass letztlich eine integrierte Lösung gefunden werden kann.

Und ausführlicher:

Ego versus Struktur

Unterschiedliche Sichtweisen und Bedürfnisse, unzählige Einzelaspekte, die berücksichtigt werden müssen, hinzu kommen Zeitmangel und Ergebnisdruck – es gibt immer mehr Situationen, deren Lösung das vereinte Wissen einer Organisation erfordert. Doch die Prozesse in großen Gruppen gestalten sich meist uneffektiv: Redegewandtheit und Lautstärke setzen sich durch, ein Großteil des gemeinschaftlichen Wissens geht unter, Inhalte bleiben auf der Strecke. Ergebnis ist oft genug ein Minimalkonsens, hinter dem keiner wirklich steht. An dieser Stelle setzt „gruppenbing!“ an, eine Gruppenmoderationsmethode, die für eine dreitägige Veranstaltung angelegt ist.

Die Idee dahinter: das verteilte Wissen in Organisationen mit der kommunikativen Effizienz kleiner Teams erschließen – und so gemeinsame Lösungen für komplexe Probleme finden. Anwendungsgebiete reichen von der Strategieplanung über Umstrukturierungsprozesse bis hin zur Krisenbewältigung. gruppenbing soll in relativ kurzer Zeit konkrete Ergebnisse und Maßnahmenpläne liefern und Zusammenhalt und Umsetzungswillen in einer Organisation fördern.

Strenge Struktur

gruppenbing Würfel zeigt die Algorithmen

Der gruppenbing Würfel zeigt die Algorithmen

Dass das anspruchsvolle Vorhaben nicht durch Machtspielchen und Eitelkeiten Einzelner gefährdet wird, dafür sorgt die strenge Struktur des Gruppenverfahrens: Themenzuordnung, Redezeit und Aufgabe werden für jeden Teilnehmer fest definiert. Hinzu kommt eine strikte Lösungsorientierung, die für alle Teilnehmer und Veranstaltungsteile gilt.

Formal handelt es sich beim gruppenbing um eine Serie von Kleingruppengesprächen, die in zwei parallelen, räumlich getrennten Strängen durchgeführt werden. Dabei durchlaufen die bis zu 42 Teilnehmer an jedem der drei Veranstaltungstage mehrere Sessions, in denen sie jeweils unterschiedliche Themenaspekte besprechen. Durch die spezielle Struktur der Gruppenmoderation setzen sich die Themenrunden immer anders zusammen, sodass jeder Teilnehmer mit jedem in Kontakt kommt und so die unterschiedlichen Perspektiven kennenlernen kann.

All diese Perspektiven sollen letztlich zusammengeführt werden, um eine Lösung zu ermöglichen, in der sich je der Teilnehmer wiedererkennt. Dazu sieht die gruppenbing-Struktur vor, dass jede Themenrunde mehrmals in gleicher Besetzung zusammenkommt und dabei von den aus anderen Themenrunden mitgebrachten Erfahrungen profitiert.

Und da es hier auf dem Blog nicht so lang sein sollte, hier der Link auf die Erstveröffentlichung zum Weiterlesen.

Und noch weitere Informationen finden sie auf unserer Hompage gruppenbing.de

Euer Alexander Tornow
beratender Geschäftsführer der gruppenbing!

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Über Martin Bartonitz
Seit 21 Jahren beschäftigt mich das effiziente miteinander Arbeiten von Menschen. Zunehmend erkenne ich dabei die Vorteile des Kooperierens gegenüber dem des Konkurrierens und trete dafür ein. Sowohl auf der unternehmerischen als auch der gesellschaftlichen Ebene.

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