Den Vorteil von Kooperation aus holosophischer Sicht …


… die Evolution lädt zur Synergie, zur Kooperation ein, weil Gemeinschaften erfolgreicher sind als Einzelkämpfer! Dabei ist es für deklarierte Gemeinschaften – ob Arten, Parteien oder sonstige Gruppen – wichtig, dass sie alle an einem Strang ziehen. Dies lässt sich auf eindrucksvolle Weise begründen. Wenn sich zwei oder mehrere Gruppen zusammenschließen, dann vermehren sie ihre Möglichkeiten, deren Zahl jede Gruppe für sich alleine nicht hätte. Die Auswahl aus der Fülle der Möglichkeiten in kooperierenden Gruppen geschieht generell nach dem Prinzip des Optimums, ansonsten wären die Entscheidungsträger dumm oder egoistische Rambos. Was man allen Schülern in der Oberstufe des Gymnasium oder in einer anderen höheren Schule im Rahmen des Mathematikunterrichts lehrt, ist die tiefe Weisheit – ich bin mir da aber nicht sicher, ob dies wirklich alle begriffen haben – dass im Extremum alle Punkte in der Nachbarschaft fast gleich sind: daher ist dort die Änderung bzw. die erste Ableitung einer Funktion gleich Null – es herrscht das Prinzip „ primus inter pares“. Anders gesagt: in der Natur setzen sich nur jene Verhaltensweisen durch, in denen die Beteiligten an einem Strang ziehen. Das ist das Prinzip des Erfolges in der Natur – und damit auch in der Evolution!

Daher ist die Entschuldigung vieler Menschen in Beziehungsgeflechten – ob Familie, Firma, Partei, Koalition etc. – man müsse leider Kompromisse machen, unsinnigerweise pessimistisch und eigentlich unangebracht. Im Gegenteil: durch das Zusammenwirken, die Synergie bzw. die Kooperation verbessert man die Zahl der Möglichkeiten und sucht nach der jeweils besten aller Möglichkeiten durch konkrete gemeinsame Entscheidungen. Alle mit Vernunft ausgestatteten Menschen werden derartige Entscheidungen als beste aller Möglichkeiten verstehen, wenn sie für ihr Wohlergehen getroffen werden. Konkurrenz innerhalb einer Synergie, eines Zusammenwirkens – angeblich zum Wohle der Menschen oder des Staates, ja sogar der ganzen Erde, wie uns der „Washington Consensus“ weismachen will – ist prinzipiell unsinnig, schändlich und in Widerspruch mit den Gesetzen der Natur. Sie führt in den meisten Fällen dazu, dass diese  konkurrierenden Gemeinschaften im Vergleich mit kooperierenden benachteiligt sind und aus der Evolution herausfallen. Holokratische Repräsentanten werden daher nach Entscheidungen, die sie aus bestem Wissen und Gewissen getroffen haben, anstelle des tristen Begriffes „Kompromiss“ den Menschen die freudige Botschaft senden:

“Wir haben das Beste für uns alle erreicht!“

Fundstelle: Natur, Geist und holistische Kultur,  Herbert J. Klima, Akademie für Holistische Kultur

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Über Martin Bartonitz
Seit 21 Jahren beschäftigt mich das effiziente miteinander Arbeiten von Menschen. Zunehmend erkenne ich dabei die Vorteile des Kooperierens gegenüber dem des Konkurrierens und trete dafür ein. Sowohl auf der unternehmerischen als auch der gesellschaftlichen Ebene.

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