Der Initiative WirtschaftsDemokratie Blog ist umgezogen …


Alle neuen Artikel werden nun unter dieser URL veröffentlicht: Initiative WirtschaftsDemokratie

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Demokratisierung der Beziehungen zwischen Unternehmen und Konsumenten


Kunden gehen freiwillig in Vorkasse

… Und das schon bei der Ausbreitung der Ideenskizze auf Plattformen wie „Kickstarter“ oder „Startnext“. Jeder Schritt, jeder Fortgang und jede Verfeinerung des Projektes wird mit dem Unterstützerkreis geteilt und durch die Reaktionen der Kunden, die in Vorkasse gehen, verbessert.

Es ist die perfekte Form einer Ökonomie der Beteiligung, die sich im Crowdfunding manifestiert. Es könnte das etablierte Finanzsystem in den Schatten stellen, Unternehmensgründungen beflügeln, als Katalysator für Innovationen fungieren und für eine Demokratisierung der Beziehungen zwischen Unternehmen und Konsumenten beitragen.

Man erlebt dabei immer mehr Menschen, die ohne Zwang, ohne Abo-Modelle, ohne Zahlungsschranken und ohne Schutzgesetze bereit sind, freiwillig für Start-ups, Kunst, Kultur oder Journalismus zu bezahlen. Sie widerlegen damit die Dauerschwätzer des Establishments, die nach staatlichen Hilfen schreien, um nicht durch die vermeintliche Kostenlos-Mentalität der Netzbewohner in den Abgrund gestürzt zu werden. …

 

via Über das kollektive Buchprojekt „Eine neue Version ist verfügbar“ und die Dankeschön-Ökonomie.

Den Vorteil von Kooperation aus holosophischer Sicht …


… die Evolution lädt zur Synergie, zur Kooperation ein, weil Gemeinschaften erfolgreicher sind als Einzelkämpfer! Dabei ist es für deklarierte Gemeinschaften – ob Arten, Parteien oder sonstige Gruppen – wichtig, dass sie alle an einem Strang ziehen. Dies lässt sich auf eindrucksvolle Weise begründen. Wenn sich zwei oder mehrere Gruppen zusammenschließen, dann vermehren sie ihre Möglichkeiten, deren Zahl jede Gruppe für sich alleine nicht hätte. Die Auswahl aus der Fülle der Möglichkeiten in kooperierenden Gruppen geschieht generell nach dem Prinzip des Optimums, ansonsten wären die Entscheidungsträger dumm oder egoistische Rambos. Was man allen Schülern in der Oberstufe des Gymnasium oder in einer anderen höheren Schule im Rahmen des Mathematikunterrichts lehrt, ist die tiefe Weisheit – ich bin mir da aber nicht sicher, ob dies wirklich alle begriffen haben – dass im Extremum alle Punkte in der Nachbarschaft fast gleich sind: daher ist dort die Änderung bzw. die erste Ableitung einer Funktion gleich Null – es herrscht das Prinzip „ primus inter pares“. Anders gesagt: in der Natur setzen sich nur jene Verhaltensweisen durch, in denen die Beteiligten an einem Mehr von diesem Beitrag lesen

Warum eine Bedürfnisorientierte Unternehmenskultur smart ist


Ardalan Alexander Ibrahim von der Initiative qualitative Marktwirtschaft hat mir einen neuen Artikel zur Veröffentlichung hier zur Verfügung gestellt:

Warum eine Bedürfnisorientierte Unternehmenskultur smart ist

Wenn ich hier von „Bedürfnisorientierter Unternehmenskultur“ spreche, ist damit nicht nur gemeint, dass im Unternehmen sehr offen und direkt über menschliche Bedürfnisse gesprochen werden kann. – Allein das wäre schon viel, denn genau das ist in vielen Unternehmen derzeit noch nicht möglich.

Eine „Bedürfnisorientierte Unternehmenskultur“ geht darüber sogar noch hinaus und bedeutet, dass sich ein Großteil der internen Kommunikation im Unternehmen um menschliche Bedürfnisse dreht. Nicht nur Bedürfnisse der Kunden. Sondern in erster Linie Bedürfnisse der Mitunternehmer, und – nachgelagert – auch der Kunden, der Investoren, der Zulieferer und anderer Stakeholder. „Bedürfnisorientierte Unternehmenskultur“ bedeutet, dass mit dem direkten Blick auf die Bedürfnisse beteiligter Menschen Business gemacht wird. Und sich dieser Blick nie lange von Bedürfnissen abwendet. Es bedeutet auch, dass die Beteiligten davon überzeugt sind, dass Mehr und Anderes nicht nötig ist, um gemeinsam dauerhaft erfolgreich Business zu machen.

Bedürfnisse im unternehmerischen Kontext verdrängen: Ein nachvollziehbarer Wunsch

Es gibt einen weit verbreiteten Irrtum über menschliche Bedürfnisse, der eine solche Bedürfnisorientierung in Unternehmen blockiert. Diesen Irrtum gibt es in vielen Versionen und Varianten, auf den Punkt gebracht lautet er aber wie folgt: „Menschliche Bedürfnisse sind unersättlich.“

Dieser Irrtum enthält einen wahren Kern, auf den ich Mehr von diesem Beitrag lesen

[EN] about effective leadership with empathy


… The interpersonal aspect of empathy is how leaders engage with their team. What qualities do people want most from their leaders. Rather than wanting vision, purpose, drive, or wisdom from their leaders, people most wanted trust, compassion, stability, hope, honesty, integrity, respect, and empathy.
Connecting with others and seeing what’s going on for them and being (as well as being perceived as) someone who cares  about the human side of the equation are attributes of authentic leaders. People want and expect it. …

Found in: Needs-Based Leaders – They gain competitive advantage, by Marie R. Miyashiro

Eine Streitschrift: Verlieren wir Menschen unser Selbstvertrauen, wenn wir gelobt und getadelt werden?


Seit ich beobachten durfte, wie sich Menschen hinsichtlich ihrer Motivation positiv verändern, wenn sie sich innerhalb eines SCRUM-Prozesses im Team selbst organisieren können, hat mich das Thema Lob und Tadel noch mehr gefesselt. Meine Eltern hatten für uns Kinder, drei an der Zahl, ein Belohnungssystem für gute Zensuren in Klassenarbeiten und Zeugnissen eingeführt. Resultat: es wurde nun mehr für das Geld als für das eigene Interesse an den dem Erkenntnisgewinn durch das Erlernte gearbeitet. Da ich das nachträglich intuitiv als nicht zielführend erachtete, habe ich das meinen drei Kindern nicht mehr angeboten. Sie sollten es allein als subjektiv-eingefärbtes Feedback für ihren Arbeitsstand auffassen.

Kleine Kinder fallen über 4.000 Mal auf die Nase und rappeln sich immer wieder selbst auf. Und das tun sie auch, wenn sie nicht gelobt oder getadelt werden. Sie freuen sich von selbst, wenn sie ihre Entwicklung reflektieren. Kann es sein, dass wir mit unserem Konzept des Loben und Tadels etwas grundlegend Unzuträgliches für das Selbstvertrauen unsere „Anbefohlenen“ machen?

Hannelore Vonier ist dem Thema auf ihrem Blog auf den Leib gegangen. Und da sie ihn zur freien, nicht kommerziellen Verwendung lizensiert hat, möchte ich ihren Artikel hier zur Diskussion stellen:

Lob und Tadel – die Selbstvertrauen zerstörende Kraft, von Hannelore Vonier

Yequana-Kinder

Yequana-Kinder

Kinder verhalten sich von sich aus sozial. Eine Vorstellung, die uns fremd ist. Durch Erziehung wird das natürliche Sozialverhalten untergraben.

Im Dschungel Venezuelas trifft eine junge Amerikanerin auf die Mehr von diesem Beitrag lesen

Wird Macht falsch gedacht und gelebt?


Macht wird gemeinhin als Sanktionsmacht und nicht als Integrationsmacht verstanden und gelebt. Und so versperren etablierte Denk- und Verhaltensmuster den Blick fürs Wesentliche, nämlich den Kunden und seine Bedürfnisse und die Fähigkeiten der Menschen in den Unternehmen.

Fundstelle: Immer weniger wollen in der Hierarchie nach oben, von Uli Mayer-Johanssen im Handelsblatt

historische Beispiele für mehr Menschlichkeit zur Erhöhung von Produktivität …


Sklave: unwirtschaftlicher Mitarbeiter

Sklave: unwirtschaftlicher Mitarbeiter (Quelle: Wikipedia)

Wenn man sich so den Lauf der Aufklärung bis heute anschaut, so haben sich viele positive Dinge für uns Menschen ergeben. Auf den ersten Blick sieht es danach aus, dass wir aus humanistischen Gründen handeln. Auf den zweiten Blick ist auch immer der wirtschaftliche Nutzen als Beweggrund erkennbar.

Schauen wir uns als erstes Beispiel die Abschaffung der Sklavenhaltung an. Der Sklave galt als von Natur aus faul. Laut Aristoteles war er nur ein Werkzeug, wenn auch ein Gehorsamvorauseilender und damit besser als ein toter Gegenstand. Der Erste, der neben humanistischen Gründen zur Abschaffung der Sklavenhaltung auch den wirtschaftlichen und damit zündenden Aspekt anführte, war Adam Smith. in seinem 1776 erschienenen Buch Der Wohlstand der Nationen (Eine Lese-Einführung). In Wikipedia ist zu lesen:

„Smith argumentierte sowohl aus moralischen Gründen, sowie aus Gründen der wirtschaftlichen Effizienz für die Abschaffung der Sklaverei. Die Erfahrung zu allen Zeiten und in allen Völkern beweist, wie ich glaube, dass die Arbeit eines Sklaven am Ende die teuerste ist…. Nur sehr profitträchtige Pflanzungen wie Tabak oder Zucker können, so Smith, die hohen Kosten der Sklavenhaltung (noch) tragen. Der Grund, weshalb die Arbeit von Sklaven, der von freien Männern zuweilen vorgezogen wird, ist, der Stolz, der den Menschen herrschsüchtig macht und dazu führt, dass ihn nichts mehr kränkt, als sich herablassen zu müssen, um Untergebene zu überzeugen. (engl. orig: The pride of man makes him love to domineer, and nothing mortifies him so much as to be obliged to condescend to persuade his inferiors. Wohlstand der Nationen, drittes Buch, Kap. 2)“

Schauen wir uns dann noch weitere humane Errungenschaften und den Nutzen für die Wirtschaft an: Mehr von diesem Beitrag lesen

Die Kraft der Unterschiedlichkeit – Visions Coaching


Kurz vor dem Start dieses Bogs hatte ich die Gelegenheit, mich von der Kraft der Unterschiedlichkeit überzeugen zu können, und hatte noch auf meinem Blog über die Großgruppenmethode gruppenbing berichtet (1, 2). Ähnlich wie in den Open Space Workshops (siehe die Artikelserie) wird das Wissen (Meinungen) der Teilnehmer zusammen getragen. Und da jeder Teilnehmer Unterschiedliches erfahren hat, kommen Aspekte aus den entsprechend unterschiedlichen Aspekten zusammen. Das besondere an diesen Methode ist, dass die Teilnehmer zunehmend aktiver werden, regelrecht von Energie durchflossen werden. Und am Ende stehen Lösungen und Strategien genauso wie Maßnahmenpläne, die kaum zu erahnen waren.

Nun habe ich von einer weiteren Methode erfahren, die im Gegensatz zu den kurzfristig ablaufenden, oben genannten Methoden, über einen längeren Zeitraum zum Einsatz kommt. Sie richtet sich primär an Einzelpersonen, kann aber auch für Teams genutzt werden. Ich hatte nun Gelegenheit, mit Jörg Brodersen  zu sprechen, der mich über das Vorgehen und den Nutzen der Methode Visions Coaching aufgeklärt hat.

Martin Bartonitz: Lieber Jörg, vielen Dank, dass Du Dir die Zeit genommen hast, uns einen Einblick in das Visions Coaching zu geben. Du hattest mir erzählt, dass diese Methode seit Anfang des Milleniums von Thomas Heinle entwickelt wurde und auch ein Buch dazu geschrieben hat Finde deinen Job!: Erkennen Sie Ihre Stärken und handeln Sie! Mit Leidenschaft und Willenskraft zum Ziel). Kannst Du mir in wenigen Worten sagen, wer sich von Dir coachen lässt?

Jörg Brodersen: Gerne. Wie Ihr hier schon in vielen Artikeln zum Ausdruck gebracht habt, der größte Teil der Menschen in den Firmen hängt emotional fest. Oder besser: da ist erst gar kein Feuer (mehr?) unter Haube. Warum ist das so? Da ist zum einen ein Mehr von diesem Beitrag lesen

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