Das Abilene Paradox – warum sagen wir Ja wenn wir Nein meinen? inkl. Audioversion


Der Bus nach Abilene

Der Bus nach Abilene – © olga meier-sander / pixelio.de

In diesem Blog schreiben wir oft von Gruppenmoderationsmethoden, Organisationen oder (Fremd)Führung. Diese Begriffe bedingen, dass wir über mehr als eine Person sprechen, sonst gäbe es diese Denk- und Handlungsmodelle nicht. Mit der zugrunde liegenden Gruppendynamik, steht und fällt oft das Ergebnis einer irgendwie gearteten Zusammenarbeit mehrerer Menschen. Ich vertrete die Meinung, dass verschiedene Auswirkungen von Gruppendynamiken nicht als solche erkannt werden und entsprechend unbewusst großen Einfluss auf Gruppenarbeitsprozesse haben. Das berühmte Experiment von Salomon Asch zeigt immer noch eindrucksvoll, wie manipulierbar viele Menschen sind. Asch kam in seinen Forschungen zum Ergebnis, dass Menschen mit einem geringeren Selbstwertgefühl tendenziell anfälliger dafür sind, ihre Meinung der Meinung der breiten Masse zu unterwerfen.

Das Abilene Paradox zeigt auf, was passiert, wenn jemand aus einer Gruppe alleinig eine Handlung initiiert. Dieses Phänomen möchte ich anhand einer kurzen Geschichte aus Susan Cains Buch „Quiet“ darstellen. In ihrem Buch zitiert sie Colonel (Ret.) Stephen J. Gerras, Professor für Verhaltenswissenschaften am U.S. Army War College, der sagt, dass jeder U.S. Soldat diese Parabel kennt und als Denkhilfe nutzt.

Die Geschichte handelt von einer texanischen Familie, die gelangweilt auf der Veranda herumsitzt und einer von ihnen sagt: ,,Mir ist langweilig. Warum fahren wir nicht nach Abilene?“ In Abilene angekommen sagt eine andere Person: Mehr von diesem Beitrag lesen

Advertisements

Die Menschheit und der Bleistift


1958 hat der Autor Leonard Read sein Essay „I, Pencil“ in der Zeitschrift The Freeman veröffentlicht. Dieses Essay schafft es auf wenigen Seiten die Großartigkeit und den Schaffensdrang der Menschen darzustellen, wenn sie freiwillig handeln dürfen. Auf Basis dieser Schrift wurde letztes Jahr ein großartiges Video erstellt, welches es seit Anfang diesen Jahres auch auf deutsch gibt. Es sind knapp 7 Minuten, die einem erneut bewusst machen können, wie komplex unsere Welt und die Beziehungen unter seinen Bewohnern sind. Anhand eines alltäglichen Gebrauchsgegenstandes, dem Bleistift, zeigt dieses Video, dass direkt und indirekt unzählige Menschen auf der ganzen Erde an seinem Erschaffen beteiligt sind. Und dieses kleine Wunderwerk entsteht ohne zentrale Planung einer Person, eines Unternehmens oder eines Staates: es ist Ergebnis der natürlichen Ordnung.  Mehr von diesem Beitrag lesen

Premium-Cola – Postwachstumökonomie in der Praxis


Economies of Scale, economies of scope und Kostensynergien sind betriebswirtschaftliche Vokabeln die eines aussagen: Unternehmenswachstum ist das Ziel. Doch sollte das Wachstum nicht vielmehr Ergebnis guter Dienstleistungen und Produkte, statt Handlungsmaxime sein? Wenn ich mir die meisten Unternehmen oder Curricula der Universitäten ansehe, muss ich die Frage verneinen.

Mehr von diesem Beitrag lesen

%d Bloggern gefällt das: