Menschen sind keine Ressourcen – PM Camps und open PM


PM Camp 2013 in Stuttgart - Teilnehmer grüßen

PM Camp 2013 in Stuttgart – Teilnehmer grüßen

Mit der gewollt kalt rationalen Ausrichtung auf Profit, geht dem Modell – und damit uns – die Begeisterung, Selbstverwirklichung oder Berufung jedoch völlig ab. Wenn wir für die Sache brennen (und nicht ausbrennen) wollen, brauchen wir eine menschliche Betriebswirtschaft.

Und darüber lässt sich wunderbar diskutieren, zum Beispiel via open PM und auf unseren PM Camps.

Vor knapp zwei Jahren habe ich die Initiative praktisch NACHHALTIG gegründet. Mir ist besonders wichtig, dass Unternehmertum etwas pragmatisches, einfaches bekommt. Einen eco-social-Superhero gibt es nicht. Wir bieten Menschen in unterschiedlichen Lebensabschnitten und aus zahlreichen Branchen die Möglichkeit, ihre eigene Qualität zu verbessern und sich Schritt für Schritt ihrem Ideal zu nähern. Denn ich möchte, dass sie mit Freude arbeiten und ihr Leben genießen. Kein Widerspruch in sich!

Wenn ich von wir spreche, meine ich, dass sich meine Agentur madiko mittlerweile zu einem vielfältigen Netzwerk weiterentwickelt hat. Ich schätze Teamwork – brauche dafür nur keine fixen Unternehmensstrukturen mehr. Zugegeben, Projektmanagement mit einem Team aus Freiberuflern, Mittelständlern und teilweise auch Partnern aus Großunternehmen, ist eine Herausforderung wie Flöhe hüten. Jedoch genau das fasziniert mich daran:

Wie begeistere ich Menschen so für ein Projekt, dass sie Ihre Ideen, Ihre Zeit, Ihre Engagement gern für eine gemeinsame Sache einsetzen?

Ich frage mich beispielsweise:

  • Worin liegt die Kreativität, Sinn und Wirtschaft miteinander zu verknüpfen?
  • Unter welchen Bedingungen haben wir Freude am Broterwerb?
  • Wie sorgt Erwerbstätigkeit für Wohlstand?
  • Wie bleiben wir dabei gesund, kreativ und motiviert – und zwar dauerhaft?

Führen mit Sinn – wie geht das?

Sinn braucht verstärkte Aufmerksamkeit in der Steuerung von Firmen. Da sind sich alle einig. Die wirklich interessante Frage ist jedoch, wie man das am effektivsten und effizientesten erreicht. Denn eines ist klar: Sinn lässt sich nicht stiften! Wer Wirtschaftsethik ernst nehmen will, muss anderen die Freiheit lassen, sich selbst zu verwirklichen. Führen ist dann nicht mehr managen – sondern wird zum flüssigen Konzept der Selbstorganisation.

In meiner Vision liegt die Zukunft der Arbeit in einem natürlichen, fließenden Prozess, der auf Kooperation ausgerichtet ist und die Stärken des Einzelnen ausspielt. Leiten heißt dann, unsere Achtsamkeit darauf schulen, ob unser Gegenüber sinngekoppelt ist oder nicht bzw. sie/er gerade entkoppelt. Wir werden das Verhalten unserer Mitmenschen immer interpretieren und (be)werten. Entscheidend ist, dass wir uns der Subjektivität dieser Bewertung bewusst sind und den anderen akzeptieren wie er ist.

Gelingt es mir als Führungskraft, dass Menschen sich als Teil eines Ganzen verstehen, identifizieren Sie sich mit dem System. Wenn sie Verantwortung übernehmen können, indem sie (gemeinsam) unternehmerische Entscheidungen treffen, entsteht die Dynamik, die wir für eine lernende Organisation und qualitatives Wachstum brauchen.

Dann befreien wir uns aus dem Hamsterrad, das sich Karriereleiter nennt, und können mit Freude unserer Berufung folgen. Diese Begeisterung wird wie von selbst auf die Menschen in unserem Umfeld (Kollegen, Geschäftspartner, Kunden, usw.) und im Schneeballsystem auch über unsere Kreise hinaus öffentlich wirksam und sichtbar. Das macht uns in Projekten und als Unternehmer erfolgreich.

open PM und PM Camps in Europa – Inspirierende Form des Austauschs

Mit meinen Gedanken über die Zukunft der Arbeit bin ich nicht allein. Zahlreiche Mitstreiter wollen wie ich einen Beitrag zur Reformation des Projekt-Managements und der Unternehmenskultur leisten. Wir tauschen uns aus über den gemeinsamen Blog “open PM: Projekt. Management. Praxis” und auf den von uns organisierten PM Camps in D-A-CH. Das Besondere an PM Camps ist, dass wir die üblichen “Trampelpfade” von Konferenzen verlassen und einen neuen, offenen und dialog-orientierten Weg für PM-Konferenzen aufzeigen.

Wir alle sind Experten auf sehr vielen Gebieten. Oft ist uns nicht einmal bewusst, wie wertvoll unsere Kenntnisse für andere sind. Mit open PM und den PM Camps ist jede/r eingeladen, sich einzubringen. Ich schätze diese Möglichkeit, mit Gleichgesinnten an einem Ort zusammenzukommen, um unser Know how auszutauschen und dadurch zu vermehren.

Gemeinsame Blogs, BarCamps und WorldCafés sind innovativ und dynamisch. Sie sind eine sinnvolle Alternative zu monologischen Webportalen oder auch klassischen Konferenzen und »Visitenkarten-Partys«. Hier bewegen wir uns auf Augenhöhe. Hier tauschen wir uns intensiv und kontrovers, jedoch stets konstruktiv miteinander aus.

Alles funktioniert nach dem Prinzip der Selbstorganisation – mit flüssiger Führung. Das heißt: Mit jedem open Source-Projekt und jedem BarCamp kann ich an meiner eigenen Qualität arbeiten so wie oben beschrieben. Ich stelle mich dieser Herausforderung – übe mich zum Beispiel in Gelassenheit – und wachse daran. Das kommt nicht nur mir, sondern auch meinen Partnern und Kunden zugute.

Eure Franziska


Weiterlesen:


Die  Termine der PM Camps 2013
(Mit einem Klick kommst Du direkt auf die entsprechende Seite)

3. / 4. Mai 2013 in Stuttgart
21. / 22. Juni 2013 in Wien
27. – 29. Juni 2013 in Bad Homburg
14./15. September 2013 in Berlin
14. – 16. November 2013 in Dornbirn

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Modeler Camp 2013 in Berlin: Lassen Sie uns dort treffen und diskutieren


Ich wurde von den beiden Geschäftsführern der Consideo GmbH in Lübeck gebeten auf dem diesjährigen Modeler Camp am 6. Mai in Berlin einen Vortrag zum Thema Komplexität und Vernetztes Denken zu halten. Dieser Bitte werde ich sehr gerne nachkommen. Details zu der Veranstaltung finden Sie hier.

Ich möchte in diesem Post einen kurzen Abriss meines Vortrages geben. Vielleicht haben Sie ja Interesse und wir sehen uns auf dem Camp und können dann darüber und über viele andere Themengebiete diskutieren.

Wie gesagt werde ich in meinem Vortrag den Begriff Komplexität auf die Wirtschaft reflektieren. Sehr oft höre ich, dass Unternehmenslenker die Herausforderung haben mit der wachsenden Komplexität umzugehen. Diese These möchte ich in meinem Vortrag konkretisieren.

Ich werde den Begriff Komplexität definieren und dabei auf die Entwicklung der Wirtschaft vom Handwerkzeitalter bis in das Netzwerkzeitalter spiegeln. Basierend auf diesen Erkenntnissen möchte ich dann mit den Zuhörern einen “Deep-Dive” in die Interaktionen von Unternehmen mit dem Markt vollziehen und dabei konkrete Beispiele aus der Praxis anbringen, die den Begriff Komplexität verdeutlichen. Dabei werde ich Komplexität in verschiedene Facetten zerlegen, beispielsweise in Eigen- und Fremdkomplexität oder in bezahlte und nicht bezahlte Komplexität. Damit, so bin ich mir sicher, habe ich die Basis gelegt, um die Methode des Vernetzten Denkens als gewinnbringende Methode zur Handhabung der Komplexität in Unternehmen vorzustellen und Anwendungsgebiete zu formulieren.

Ich freue mich Sie auf dem Camp zu treffen.

Über Conny Dethloff
Conny privat 2Diplom-Mathematiker und in der Wirtschaft tätig seit 1999. Berater und Manager mit Fokussierung auf die Themenbereiche Information Management und Change Management. Autor der beiden Bücher The Race – Change Management mit dem ChangeModeler und Von einem der auszog die Wirtschaft zu verstehen: Auszüge aus dem Logbuch der Reise sowie seines Logbuchs der Reise des Verstehens.

Stoos Connect am 25.01.2013 in Amsterdam – und Berlin


Das habe ich gerade per E-Mail erhalte und möchte es Euch nicht vorenthalten:

2012 war das Jahr der Gründung und des rapiden Wachstum eines internationalen Netzwerks namens Stoos (siehe auch diese Artikel), nach dem gleichnamigen Schweizer Skiort. Stoos bringt zum ersten Mal Philosophien, Methoden und Konzepte wie Agile, Lean, SRUM, Beyond Budgeting, Holacracy u.ä. zusammen, um einen gemeinsamen Nenner zu finden. Ähnlich wie intrinsify.me, sucht Stoos nach einer Alternative zu der mechanistisch-tayloristischen Organisationsblaupause, von der unsere Arbeitswelt heute überwiegend geprägt ist.

Am 25. Januar, dem World Stoos Day, findet in dem Niederländischen Satellit (einer der vielen Untergruppen) in Amsterdam, Stoos Connect statt. Verschiedene Vordenker geben dort inspirierende Impulse in TED-ähnlicher Form. Live Streams bringen die Diskussion in die Welt. Und weil wir uns mit den Idealen von Stoos sehr gut identifizieren können, hosten wir einen solchen Live Stream in  unserem Mehr von diesem Beitrag lesen

Stoos Satellite Rhein Main – Austausch und Event-Organisation


Auf Xing wurde gerade die Gruppe Stoos Satellite Rhein Main gegründet. Wer in diesem Gebiet wohnt und an den neuen Unternehmenskulturen interessiert ist und diese selbst fördern möchte, der ist hier gut aufgehoben:

Es geht um die Möglichkeit des Austauschs und der Eventorganisation für den Rhein Main Satelliten des Stoos Netzwerks. Das Stoos Netzwerk (stoosnetwork.org) ist keine Organisation, sondern nur eine lose Verknüpfung von Experte und Interessierten, die daran glauben, dass es einen besseren Weg gibt, um Unternehmen zu organisieren und zu führen. Hier ein Auszug aus dem Stoos Communique:

Wir erkennen das Festhalten an der linear-mechanistischen Denkweise, beobachten wie Organisationen den Fokus auf Aktienkurse anstatt auf begeisterte Kunden legen und sehen Wissensarbeiter, deren Meinungen von ihren Vorgesetzten ignoriert werden. All diese Faktoren spiegeln sich in der aktuellen Wirtschaftskrise, Konkursen, der zunehmenden Ungerechtigkeit und der weitverbreiteten Desillusionierung wider.

Es muss einen besseren Weg geben.

Im Januar 2012 trafen sich auf dem Stoos in der Schweiz Vordenker, Führungskräfte, Manager, Wissenschaftler und Lean/Agile-Practicioners, eine Gruppe von 21 Menschen angereist aus vier Kontinenten. Wir glauben, dass wir mehrere Eigenschaften dieses besseren Weges entdeckt haben. Zum Beispiel können Organisationen Mehr von diesem Beitrag lesen

Corporate Happiness Kongress – Mehr Glück, mehr Rendite – 02. Februar 2013


Corporate Happiness Kongress am Samstag, 02. Februar 2013 an der Hochschule München

Der Corporate Happiness Kongress 2013 soll die Erkenntnisse aus dem Forschungsfeld der Positiven Psychologie verständlich machen, um dadurch die Anwendung im Unternehmensumfeld zu fördern..

Ziele der Veranstaltung sind,

  • Sie erhalten Einblick in den Forschungsbereich der Positiven Psychologie und lernen Anwendungsmöglichkeiten für Unternehmen kennen.
  • Sie erfahren mehr über die Aspekte des persönlichen Glücks und wie diese auf den eigenen Arbeitsplatz übertragen werden können.
  • Sie hören von Erfolgsgeschichten aus der Praxis, um Mut zu bekommen, auch in Ihrem Umfeld aktiv zu werden.
  • Lassen Sie uns gemeinsam eine Plattform für den Austausch rund um spannende Happiness Themen schaffen.

Sechs Referenten stellen im Rahmen des Kongresses ihre individuellen Themengebiete im Kontext von mehr Glück im Unternehmen vor. Am Vormittag und am Nachmittag findet jeweils ein Vortragsblock statt, bei dem drei unserer Referenten nacheinander ihr Spezialgebiet in einem Kurzvortrag präsentieren.Im Anschluss daran können die Teilnehmer wählen, bei welchem der drei Referenten sie in einem Intensivworkshop tiefer in die jeweilige Thematik einsteigen wollen.
Ein hochwertiges Catering während des ganzen Tages ist selbstverständlich im Preis inklusive.

Tagungsprogramm

Überblicksartikel zu Corporate Happiness:
Wie die positive Psychologie und Hirnforschung auf dem Weg zu mehr Rendite ihr Controlling verändert, von Oliver Haas und Norbert Heigl

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