WirtschaftsDemokratie für Störenfriede via stoersender.tv


WirtschaftsDemokratie für Störenfriede via stoersender.tv - von Franziska Köppe | praktisch NACHHALTIG

WirtschaftsDemokratie für Störenfriede
Foto: stoersender.tv

Was passiert, wenn 2.421+n Störenfriede zusammen einen Medienkanal zum Thema Demokratie eröffnen? Sie finanzieren ihn gemeinsam. Sie stimmen für das Programm. Sie geben eigene Ideen zur Abstimmung. Eine sehr spannende Initiative, wie ich meine, die mit einer Wette um 125.000 Euro begann. Urheber der Aktion ist Stefan Hanitzsch. Und er hat prominente Rückendeckung:  Gemeinsam mit Dieter Hildebrandt und zahlreichen Fans und Stiftern ist das bisher größte Crowdfunding-Projekt in Deutschland gelungen. Ihr Ziel: Extremisten auf’s Korn und Politiker auf den Arm nehmen. Aber das ist nur Mittel zum Zweck: Gemeinsam setzen wir uns für ein gerechtes Europa, für eine gerechte Welt ein und befreien uns so aus der (vermeintlichen) Dauerkrise. Und wer noch nicht dabei ist: Bis zum 10.02.2013 kann sich jede/r noch am stoersender.tv über startnext aktiv beteiligen.

„Zuschauen war gestern. Heute gibt’s Störsehen.“ schreibt Stefan Hanitzsch, freiberuflicher Journalist und PR-Berater über das Projekt stoersender.tv bei startnext. Dieter Hildebrandt, für mich einer der brillantesten Urgesteine Deutscher Kabarettkultur, ist „künstlerischer Aufsichtsrat“. Gemeinsam haben sie eine außergewöhnliche Wette gewonnen: Unabhängig von den großen Medienanstalten wollen – nein werden! – sie ein Netzwerk und Forum für Störenfriede aufbauen. Das nötige Geld (125.000 Euro) ist nun zusammengekommen. Spätestens im März 2013 geht der stoersender.tv an den Start!

Ich finde Idee und Umsetzung grandios – nicht nur weil wir uns mitten im Bundestagswahljahr befinden. Daher gehöre auch ich zu den Störenfrieden – und bin stolz drauf! Unser Engagement gilt der Demokratie. Wir scheuchen all jene auf, die die selbige stören. Vor allem dann, wenn sie uns das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben entziehen. „Weil unabhängige Medien aus einem Demokratie-auf-dem-Papier-Tiger einen Rechtsstaat mit Zähnen machen.“ (Stefan Hanitzsch)

Gemeinsam Initiativen vorantreiben – WirDemo goes stoersender.tv?

Was mir besonders imponiert, ist die wunderbare Mischung der Störenfriede. Endlich ist da wieder die Bewegung der Künstler, der Querdenker, der Enthusiasten an vorderster Front, um etwas in unserem Land zu bewegen. Und zwar mit Humor, mit Satire und einer gesunden Portion Optimismus. Sicher wird es auch ein paar Trillerpfeifen geben. Auch das gehört zu Demokratie.

Stefan schrieb gestern Folgendes über die geglückte Finanzierung auf die gemeinsame Pinnwand. Es ist mir besonders eindrücklich, weil es auch meinen Grundwerten entspricht:

„Mein Traum ist, dass es uns gelingt, kontrovers aber immer freundlich und taktvoll miteinander umzugehen […] Was das Zusammenleben so anspruchsvoll macht, ist die Tatsache, dass in der Regel mehrere Menschen daran beteiligt sind. Und wer jemals mit mehreren Menschen versucht hat, auch nur ein Kaninchen unter einen Hut zu bringen, der hat bald schon nach dem Zauberer gerufen. Nachdem wir ohnehin nicht genug Platz haben, um alle Eremiten zu werden, stellen wir uns am besten mit Mut und Vertrauen dieser Aufgabe: Gemeinsam stören, statt uns gegenseitig zu stören. Wäre doch gelacht, wenn uns das nicht gelänge!“

Beim stoersender.tv wird nicht nur politisches Kabarett ins Netz verlegt. Vielmehr soll die gemeinsame Plattform kritische Geister versammeln. Und dazu sind natürlich auch Mehr von diesem Beitrag lesen

Neue Führungskompetenz – Selbstwertbasiertes Führen in Unternehmen


Mathias Voelchert

Mathias Voelchert, Herausgeber des Buchs NEUE FÜHRUNGSKOMPETENZ: Selbstwertbasiertes Führen in Unternehmen von Martin Mourier hat uns als neuer Unterstützer erlaubt, sein Vorwort zum Buch hier zu veröffentlichen:

Vorwort zum Buch

Das Entscheidende in jedem Unternehmen sind die Menschen. Dieses Buch gibt Führungskräften und Managern das Rüstzeug an die Hand, um in unübersichtlichen Zeiten überlebenssichernde Entscheidungen für ihre Unternehmen zu treffen.

Es gibt Menschen, die an der Führung sind, und es gibt Menschen, die führen. Führungsmenschen haben eine Position, die mit Macht und Autorität ausgestattet ist. Aber Menschen, die wirklich führen, inspirieren uns! Solchen Führungspersönlichkeiten und Organisationen folgen wir nicht, weil wir müssen, sondern weil wir wollen. Wir folgen ihnen nicht um ihretwillen, sondern um unseretwillen. Dabei gibt es nicht den einen oder den besten Führungsstil für alle Situationen und alle Menschen. Gute Führung ist immer situativ und individuell. Das ist so in Familien, in denen sich die Familienmitglieder wohl fühlen, und das ist im Betrieb nicht anders. Menschen wollen sich wertvoll fühlen und wertvoll sein. Dafür zu sorgen, ist ein Merkmal neuer Führungskompetenz.

Wertschöpfung entsteht durch Wertschätzung. Mitarbeiter sind heute durch schlechte Führung viel schneller zu Mehr von diesem Beitrag lesen

Filter Bubble. Wie wir im Internet entmündigt werden.


Liebe Leserinnen und Leser!

Pariser 2012 - Filter Bubble_kleinEuch allen wünsche ich noch ein tolles neues Jahr: Gesundheit, viel zu Lachen, Erfolg und mögen alle Eure Wünsche in Erfüllung gehen.

Zum Jahresbeginn habe ich pünktlich ein tolles Buch für Euch rezensiert: „Filter Bubble“ von Eli Pariser. Über das Phänomen der Personalisierung war ich schon informiert, aber nicht, wie weit das Ganze bereits geht, was noch auf uns zukommt und vor allem: nicht über die weitreichenden Konsequenzen, die sogar in letzter Instanz unsere Demokratie bedrohen. Und zwar ganz handfest. Vielleicht nicht morgen oder übermorgen, aber in nicht allzuferner Zukunft. Es gilt dagegen zu halten. Deshalb sollten möglichst viele Menschen das Buch gelesen haben und Ihr Verhalten und Denken ändern.

Herzlich,

Andreas

Buchempfehlung: Selbstwertbasiertes Führen in Unternehmen


Dass wir im Kontext von Führung uns selbst viel mehr von unserer Intuition, also unserem Bauchgefühl führen lassen sollen, davon hat schon Dr. Andreas Zeuch in seinem Buch Feel it!: So viel Intuition verträgt Ihr Unternehmen beeindruckend geschreiben.

Nun ist ein weiteres Buch auf den Markt gekommen, dass sich dem Thema ebenfalls angenommen hat:

NEUE FÜHRUNGSKOMPETENZ: Selbstwertbasiertes Führen in Unternehmen, geschrieben von Martin Mourier.

Der CEO von LEGO Systems Group schreibt dazu:

„Dieses Buch »Neue Führungskompetenz« hat mir einen riesigen Dienst erwiesen und wird ihn noch vielen anderen Führungskräften erweisen.“ Jørgen Vig Knudstorp (CEO LEGO Group) Das Buch handelt von dem Zugang zu einem Sinn und einem Engagement, die tiefer gehen und schöpferischer sind als das, womit wir uns beim Führen bis dato begnügt haben. Führungskräfte können die Motivationsaufgabe nicht mehr bewältigen, ohne über ihr Gefühl zu arbeiten. Führen wird heute aufgrund der Vorstellung, dass es von Gefühl und Selbstwert getrennt werden könnte, als zwiespältig erlebt. Viele Führungskräfte führen einen verbissenen Mehr von diesem Beitrag lesen

Buchvorstellung: Anleitung zur Artgerechten Menschenhaltung im Unternehmen


Prof. Dr. Dr. Wolfgang Berger

Ich habe wieder ein Buch, das ich hier und dort schon einmal erwähnt hatte,  ausgelesen und möchte es kurz vorstellen. Artgerechte Tierhaltung dürfte den meisten ein erstrebenswertes Ziel sein – aber artgerechte Menschenhaltung? Was ist das überhaupt: Artgerecht? Wir können es übersetzen mit „der Natur des betreffenden Lebewesens entsprechend“. Der Autor Prof. Wolfgang Berger ist ein renommierter Wirtschaftsautor, Philosoph und Ökonom. Er ist u.a. einer der ersten Kritiker unserer Finanzorganisation. Und Unterstützer der Initiative WirtschaftsDemokratie. Schauen wir uns also an, was er uns zu sagen hat:

Beobachtung

Viele Mitarbeiter leiden darunter, dass sie nicht wirklich wissen, was von ihnen erwartet wird, dass ihre Vorgesetzten sich nicht für sie als Mensch interessieren, dass sie eine Position ausfüllen, die ihnen nicht liegt und dass ihre Einsichten im Unternehmen kein Gewicht haben.

Erkenntnis

Nur wenn Arbeit Selbstverwirklichung ist statt Pflicht, kann man mit Leichtigkeit kontinuier­lich gute Ergebnisse erbringen. Freude statt Druck macht Verantwortung attraktiv, denn die Möglichkeit zum Selbstausdruck verleiht die höchste Effizienz. Die Lösung einer selbstgestellten Aufgabe oder die Überwindung von Widerständen ist dann mit Lust verbunden. Ohne dies wirkt alles Motivieren nur noch demotivierender.

Kernthese

Die ökonomische Nachhaltigkeit ergibt sich von ganz allein, wenn man sich um die Mehr von diesem Beitrag lesen

Open(ing) Space für Nichtwissen – Teil 8


Lehrer LaempelLiebe LeserInnen,

heute gibt’s, zum Abschluss vor Weihnachten den letzten Teil der Artikelserie „Open(ing) Space für Nichtwissen“ von Harrison Owen. Ich hoffe, der Artikel oder Teile davon waren wertvoll für Euch. Ich wünsche Euch auch an dieser Stelle schöne Weihnachten, eine kreativ-besinnliche Zeit zwischen den Jahren, einen guten Rutsch und natürlich ein tolles Jahr 2013. Mögen wir gemeinsam im kommenden Jahr viel bewegen!

Herzlich, Andreas

„Lernen lernen – Das Geschenk des Nichtwissens

Was haben wir also über Lernen gelernt? Was haben wir über das Streben, die Aneignung und Aufrechterhaltung von Wissen gelernt? Wie würden wir ein wirklich stabiles Wissensmanagement betreiben? Eine einfache Antwort könnte sein: Open Space.

Diese Antwort würde für viele nicht befriedigend sein. Würde man sich in verschiedenen Situationen im Wissensmanagement auf die elegante Einfachheit von Open Space Technologie einlassen, so ist es sehr wahrscheinlich, dass einige passende Antworten gefunden werden würden oder zumindest die Frage besser verstanden wäre.

Für die meisten Situationen, in denen jedoch Open Space Technologie nicht möglich oder praktikabel ist, glaube ich, dass es letztlich zwei fundamentale Imperative gibt: 1) Ehre das Nichtwissen. 2) Respektiere die Kraft der Redundanz. Zweifellos gibt es eine Menge mehr Ratschläge, aber diese zwei setzen sich über viele konventionellen Weisheiten und Praktiken hinweg, wenn es um die Erzeugung von Wissen geht. Es ist deshalb wahrscheinlich, dass sie bei Vorhaben vergessen oder vermieden werden.

Mehr von diesem Beitrag lesen

Rezension: Postwachstumsgesellschaft – Konzepte für die Zukunft


Seidl 2010 - Postwachstumsgesellschaft_kleinLiebe Leserinnen und Leser!

Eben habe ich meine letzte Buchempfehlung für 2012 auf meinem Rezensionsblog „Zeuchs Buchtipps“ veröffentlicht.

Der Herausgeberband „Postwachstumsgesellschaft“ wirkt von der Aufmachung her etwas trocken, ist aber vorzüglich. Ich bin begeistert, sicherlich auch deshalb, weil die einzelnen Beiträge schnell, leicht und unabhängig voneinander zu lesen sind. Sie enthalten eine Fülle guter Ideen für eine gesunde, menschliche und im umfassenderen Sinne erfolgreichere Wirtschaft.

Wen es interessiert: Hier geht es zur Rezension.

Herzlich, Andreas

%d Bloggern gefällt das: