Das Abilene Paradox – warum sagen wir Ja wenn wir Nein meinen? inkl. Audioversion


Der Bus nach Abilene

Der Bus nach Abilene – © olga meier-sander / pixelio.de

In diesem Blog schreiben wir oft von Gruppenmoderationsmethoden, Organisationen oder (Fremd)Führung. Diese Begriffe bedingen, dass wir über mehr als eine Person sprechen, sonst gäbe es diese Denk- und Handlungsmodelle nicht. Mit der zugrunde liegenden Gruppendynamik, steht und fällt oft das Ergebnis einer irgendwie gearteten Zusammenarbeit mehrerer Menschen. Ich vertrete die Meinung, dass verschiedene Auswirkungen von Gruppendynamiken nicht als solche erkannt werden und entsprechend unbewusst großen Einfluss auf Gruppenarbeitsprozesse haben. Das berühmte Experiment von Salomon Asch zeigt immer noch eindrucksvoll, wie manipulierbar viele Menschen sind. Asch kam in seinen Forschungen zum Ergebnis, dass Menschen mit einem geringeren Selbstwertgefühl tendenziell anfälliger dafür sind, ihre Meinung der Meinung der breiten Masse zu unterwerfen.

Das Abilene Paradox zeigt auf, was passiert, wenn jemand aus einer Gruppe alleinig eine Handlung initiiert. Dieses Phänomen möchte ich anhand einer kurzen Geschichte aus Susan Cains Buch „Quiet“ darstellen. In ihrem Buch zitiert sie Colonel (Ret.) Stephen J. Gerras, Professor für Verhaltenswissenschaften am U.S. Army War College, der sagt, dass jeder U.S. Soldat diese Parabel kennt und als Denkhilfe nutzt.

Die Geschichte handelt von einer texanischen Familie, die gelangweilt auf der Veranda herumsitzt und einer von ihnen sagt: ,,Mir ist langweilig. Warum fahren wir nicht nach Abilene?“ In Abilene angekommen sagt eine andere Person: Mehr von diesem Beitrag lesen

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