Same procedure as last year, Miss Sophie?


Noch wenige Stunden und dann beginnt wieder die Zeit des „Dinner for One“ und das Jahr 2012 neigt sich dem Ende zu – und Miss Sophie feiert nun schon im 49. Jahr ihren 90. Geburtstag.
Rechnet man etwas zurück, so stellt man fest, dass Miss Sophie eine Zeitgenossin der letzten großen Erfindungen im Management war. In dem Jahr, in dem Frederick Winslow Taylor sein „Scientific Management“ veröffentlichte, feierte sie gerade ihren 38. Geburtstag. Und anders als Miss Sophie scheinen die damals beschriebenen Managementstrukturen kaum in die Jahre gekommen zu sein. Das Grundverständnis, daß die Trennung von strategischem Denken und Handeln, daß Hierarchien, der Entzug von Gesamtverantwortung, Intransparenz, Kontrolle und restriktive Planung notwendig sind, um optimale Ergebnisse aus der Ressource Mensch herauszuholen, wurde damals erstmalig strukturiert dargestellt.

Heute, über 100 Jahre später mutet dieses geliebte „Same procedure as year?“ in diesem Bezug immer merkwürdiger an.
Anders als May Warden braucht Management heute/jetzt/sofort ein Neu-Denken, einen Entwicklungsschub. Die aktuell brennenden Themen, der demographische Wandel, der Fachkräftemangel, die rasend schnellen technologischen Entwicklungen und das neue Selbstbewusstsein dieser alles entscheidenden wichtigsten Komponente in Unternehmen – dem Menschen in Form von Mitarbeitern, Kunden, Partnern und Investoren – können anders kaum überwunden werden ohne dass Unternehmen massiv Schaden nehmen.Ich möchte auch zum Jahreswechsel 2013 nicht auf Freddie Fintons beinahe Sturz über den Tigerkopf nicht verzichten. Ich habe jedoch fünf Wünsche, die vielleicht das Zeug haben dieses „andere“ „same procedure…“ zu verändern. Und wer weiss, vielleicht nehmen einige von Ihnen diese als realisierbare gute Vorsätze mit ins neue Jahr:

Ich wünsche mir, daß Mehr von diesem Beitrag lesen

Ein kleiner Blick in die Zukunft – Die Zeit ist reif für eine innere Energiewende


Guido Bosbach, Initiative Inspiration

Ich bin immer wieder erstaunt – und doch wundert es mich kein bisschen – wie schnell sich die Welt inzwischen in jedem Moment verändert. Die Dynamik in den Entwicklungen legt zu. Wurden früher noch Briefe geschrieben, die 2 Tage brauchten um auch nur anzukommen, wird heute schon eine Antwort in Minuten erwartet. Konnte ich vor 5 Jahren nur mit meinem PC auf das Internet zugreifen, so ist die dort gespeicherte Information heute auf meinem Smartphone, meinem Tablet-„PC“ oder im Fernsehen omnipräsent. „Meine“ Daten sind nicht mehr auf meiner Festplatte sondern können immer und überall aus der Cloud abgerufen werden.

Information im Überfluss

Die Informationsmenge steigt ständig. Waren es früher 10 Briefe und 2 Zeitungen, so sind es heute 100 e-mails, 50 Social Media Beiträge und 10 Online-Magazine die an- und durchgesehen werden wollen.

Die Märkte wachsen ständig. Hat man früher deutschlandweit geordert und geliefert, so kauft man heute ganz unbeschwert direkt in Südamerika, Indien oder Taiwan.

Die Anforderungen im direkten Umfeld von Unternehmen steigen genauso. Kunden wollen mehr Einsicht und sind immer besser informiert. Mitarbeiter fordern mehr Transparenz und Kompetenz. Entscheidungen sind in immer kürzerer Zeit zu treffen und für die Entscheidung selbst gibt es immer mehr sinnvolle Optionen.

Überholtes Scientific Management?

Viele Unternehmen nehmen genau diese Veränderungen an,  sind aber gleichzeitig in ihren Organisationen und Strukturen gefangen. Zu lange Zeit haben die Paradigmen des Scientific Management funktioniert. Die Trennung von Kopf und Hand, hierarchische Entscheidungsfindungen, strikte Arbeitsteilungen, zusammen mit punktgenauer Mehr von diesem Beitrag lesen

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