Führung 3.0 – autokratisch, kooperativ und visionär


Der Großteil der heutigen Unternehmen wird mit einem ausschließlich autokratischen, materiell-orientierten Fokus geführt. Der Intelligenz Quotient (IQ) bildet das exklusive Zentrum des Handelns.

Strömungen der kooperativen Unternehmensführung erweitern seit Jahrzehnten dieses rein auf Gewinnmaximierung, lineares Wachstum und Besitzstand ausgerichtete Denken. Die Forderungen nach mehr sozialer und emotionaler Intelligenz (EQ) von Führungskräften sind Ausdruck dieser Entwicklung.

Ganzheitliches Führungsmodell

Nachhaltig in die ganzheitliche Balance kommt die Unternehmensführung erst durch die Integration der spirituellen Intelligenz (SQ). Die Methode der Intuition (siehe auch  [1]) bietet den Zugang zur Erkenntnis der tieferliegenden Identität und einer authentischen Vision in Harmonie mit dem gesamten Planeten.

Diese Ganzheit zeigt sich in den drei Hauptströmungen von Führung: autokratisch, kooperativ und visionär, entsprechend der alten Weisheit über die Ganzheit von Körper – Seele – Geist.

Eine ganzheitliche Transformation in den Standard Führung 3.0 erfolgt über sieben Entwicklungsstufen der Unternehmensführung: Mehr von diesem Beitrag lesen

Vernetztes Denken & Wahrnehmen ist doch möglich. Eine Replik auf Conny Dethloffs Teilabsage an vernetztes Denken.


Hi Conny,

danke für den tollen Artikel „Vernetztes Denken ist (noch) eine Illusion“! Du sprichst ein wichtiges Thema an. Hier meine kleine Replik dazu:

  1. Ja, es stimmt, dass wir im Allgemeinen unterscheiden müssen, um wahrnehmen zu können. Es gibt aber Beispiele, wie wir zumindest kurzfristig wesentlich vernetzter wahrnehmen können als normalerweise: Defokusiertes Sehen sowohl im Kampfsport, beim Jonglieren als auch im Speed-/Power- oder sonst was Reading. Ich kenne die Anwendung sowohl aus dem Kampfsport als auch aus dem Speedreading. Wenn es mir im (Frei-)Kampf gelingt, meinen Gegner defokussiert zu betrachten, sehe ich seine GANZE Gestalt, nicht nur seine linke Faust – was der typische Anfängerfehler ist: Das meiste ausblenden und auf ein Körperteil fokussieren. Das Ergebnis dieser Komplexitätsreduktion: Niederlage. Im Ernstfall: Einen oder mehrere Treffer eingesteckt…
  2. Ich glaube desweiteren, dass wir sehr wohl vernetzt denken können – aber kaum im Alltag, sondern in besonderen Situationen: das ist dann Denken unter verändertem Bewusstsein, man könnte auch sagen: mystisches Denken. Leider bringt das sofort viele Pseudorationalisten auf die Palme und gibt ihnen eine Steilvorlage für destruktive Argumente. Es gibt zahllose Dokumente mystischer Wahrnehmungen aus allen Kulturen (Buddhismus, christliche Mystik, indogene Religionen etc.), die genau dieses vernetzte Denken und Wahrnehmen beschreiben. Im Alltag bleibt davon jedoch nur eine sprachlich nicht kommunizierbare Grundhaltung. Ein GEFÜHL des Verbundenseins. Somit hast Du das Sprachproblem auch wunderbar auf den Punkt gebracht. Genau dieses Problem wird zum Beispiel im Zen-Buddhismus mit Koans nutzbar gemacht: Per Sprache werden Fragen, Aufgaben etc. formuliert, die das logische und sezierende vernetzte Denken überfordern. Eine Antwort lässt sich immer nur intuitiv finden.
  3. Aus 2.) folgt: Mit dem Navigieren unter Komplexität bewegen wir uns automatisch, wenn wir nicht den von Dir treffend beschriebenen Methodenfehler begehen wollen, in einer wie auch immer gearteten spirituellen Dimension. Und genau das ist vielen, wenn nicht den meisten Pseudorationalisten ein Greuel. Weil sie eben diese Dimension ablehnen. Es übersteigt Ihr Denken und Wahrnehmen! Es sprengt ihr newtonsches-cartsianisches Weltbild simpler linearer Kausalketten. Zusammenhänge, in denen kleine Ursachen immer nur kleine vorhersehbare Wirkungen erzeugen. Der dahinter liegende emotionale Grund ist nur allzumenschlich: Es ist die Angst einzugestehen, dass wir viel weniger rational verstehen und kontrollieren können, als uns lieb ist. Wir pflegen lieber die Illusion der Kontrolle. Die Rolle unseres Lebens ist die des Homo Faber.

Herzliche Grüße

Andreas

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